Stephanie Neubert

Seit 2006 ist Stephanie Neubert als Journalistin im Beauty-Kosmos unterwegs. Zu ihrer großen Leidenschaft gehören die Themen Skincare und Wellbeing, Ernährung, Haarpflege und Make-up-Trends.

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Vegane und vegetarische Lebensweise: Was das wirklich bedeutet

24. Januar 2019

Stephanie Neubert

ANNEMARIE BÖRLIND Vegane und vegetarische Kosmetik
Die Lebensweisen Vegetarismus und Veganismus liegen voll im Trend. Das beweist nicht nur die steigende Anzahl der Vegetarier und Veganer, sondern auch das wachsende Angebot an entsprechenden Lebensmitteln, Kosmetika, Restaurants und auch Bekleidung. Ich verrate euch, warum sich immer mehr Menschen für ein Leben ohne Tierprodukte entscheiden und wie der Veggie- und Vegan-Boom Mode sowie Kosmetik beeinflusst.

Ob Seitan-Döner, Ananasrinde als Lederersatz oder karminfreie Lippenstifte – noch nie zuvor war es so einfach vegetarisch oder vegan zu leben wie jetzt. Was früher nur in ausgewählten Bioläden zu finden war, gibt es heute in jedem Supermarkt. Auch die Mode- und Beauty-Branche hat den Trend erkannt. Wer Inspirationen sucht, wird auf Blogs und Instagram fündig. Die englische Food-Bloggerin Ella Mills kreiert auf „Deliciously Ella“ fantasievolle, vegane Rezepte. Madeleine Daria Alizadeh aus Wien, die in den Medien als Königin der Nachhaltigkeit bezeichnet wird, geht noch einen Schritt weiter: Sie gibt auf ihrem Blog „Daria Daria“ praktische Tipps für eine Lebensweise frei von jeglichen Tierprodukten und betreibt sogar ein eigenes Fair-Fashion-Label.

Die neue grüne Welle ist nicht zu stoppen. Laut Vegetarierbund bekennen sich derzeit etwa 8 Millionen Deutsche zum Vegetarismus. Das sind rund 10 Prozent der Bevölkerung. Etwa 1,3 Millionen Deutsche leben vegan – Tendenz steigend. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 ernährten sich erst 80.000 Menschen vegan. Weltweit wird die Anzahl der vegetarisch oder vegan lebenden Menschen auf eine Milliarde geschätzt.

Was ist der Unterschied zwischen vegan und vegetarisch?

  • Vegetarier: verzichten auf alle Produkte von getöteten Tieren wie beispielsweise Fleisch, Fisch und Leder. Vegetarier essen jedoch Lebensmittel, die vom lebenden Tier stammen, wie Eier, Milch und Honig.
  • Veganer: verzichten auf alle Produkte tierischen Ursprungs. So essen Veganer beispielsweise keine Eier und trinken keine Milch. Zudem kleiden sie sich nicht mit Mode, die beispielsweise Pelz, Wolle und Leder aufweist. Auch im Bereich der Kosmetik verzichten sie auf nicht vegane Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Bienenwachs.

Die Geschichte des Vegetarismus und Veganismus

Wer denkt, dass eine vegan oder vegetarische Lebensweise nur ein neumodisches Instagram-Phänomen ist, liegt falsch. Der Vegetarismus hat eine lange Geschichte. Schon in der Antike ernährten sich Menschen fleischlos, meist aus religiösen Gründen. Der griechische Philosoph Pythagoras, einer der ersten großen Vegetarier, war vor circa 2.500 Jahren der Meinung: „Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.“ Doch erst im 20. Jahrhundert etablierte sich der grüne Lebensstil in Europa. Denn lange galt Fleisch in unseren Kreisen als begehrtes Nahrungsmittel. Mit der Zeit entwickelte sich aus dem Vegetarismus der Veganismus.

Nice to know

Wusstet ihr, dass sich der Begriff „vegan“ aus den Anfangsbuchstaben und dem Ende von „veg‑etari‑an“ zusammensetzt?

Die Gründe für einen grünen Lebensstil

Motive für einen pflanzlichen Lebensstil gibt es viele. Am häufigsten spielen ethisch-moralische Beweggründe wie der Tierschutz und die Gesundheit eine Rolle. Hinzu kommen vermehrt auch ökologische Aspekte. Aktuelle Berichte befassen sich mit den verheerenden Konsequenzen des Fleisch- und Milchkonsums für die Umwelt. So ergaben neueste Untersuchungen, dass die Massentierhaltung und der dafür nötige Einsatz von Soja zur Tierfütterung zu den Hauptursachen des Klimawandels gehören und für 14,5 Prozent aller globalen Treibhausgase verantwortlich sind. Wer rein pflanzlich lebt, leistet also einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Hautpflege mit gutem Gewissen

Auch in der Beautybranche wächst die Nachfrage nach vegetarischen sowie veganen Produkten stetig. Wusstet ihr, dass Naturkosmetik nicht automatisch vegetarisch oder vegan ist? Je nach Siegel kann Naturkosmetik tierische Produkte wie Milch oder Honig enthalten. Weitere tierische Inhaltsstoffe sind: Kollagen, Seide, Chitosan aus Schalentieren, Kaviar, Keratin, Guanin und tierisches Glycerin. Vegane Beautyprodukte enthalten keine Inhaltsstoffe, die von oder aus Tieren produziert werden. Tierische Stoffe werden durch pflanzliche oder synthetische Stoffe ersetzt.

Hautpflege mit gutem Gewissen

Auch in der Beautybranche wächst die Nachfrage nach vegetarischen sowie veganen Produkten stetig. Wusstet ihr, dass Naturkosmetik nicht automatisch vegetarisch oder vegan ist? Je nach Siegel kann Naturkosmetik tierische Produkte wie Milch oder Honig enthalten. Weitere tierische Inhaltsstoffe sind: Kollagen, Seide, Chitosan aus Schalentieren, Kaviar, Keratin, Guanin und tierisches Glycerin. Vegane Beautyprodukte enthalten keine Inhaltsstoffe, die von oder aus Tieren produziert werden. Tierische Stoffe werden durch pflanzliche oder synthetische Stoffe ersetzt.

Vegane Wirkstoffe in Bioqualität

Der Respekt vor Natur und Tier gehören zur Philosophie von ANNEMARIE BÖRLIND. Seit der Firmengründung im Jahr 1959 lehnt das Unternehmen Tierversuche sowie die Verwendung von Inhaltsstoffe toter Tiere konsequent ab. Stattdessen setzt die Naturkosmetikmarke voll und ganz auf das Potenzial der Pflanzenwelt.

„Was ich nicht essen kann, gebe ich nicht auf meine Haut“, sagte einst Firmengründerin Annemarie Lindner.

So sind alle ANNEMARIE BÖRLIND Produkte seit jeher vegetarisch und der Großteil des Sortiments ist vegan. Bei der Überarbeitung von Rezepturen und bei Neuprodukten wird darauf geachtet, ausschließlich vegane Inhaltsstoffe in Bioqualität einzusetzen. Die Forschungsarbeit läuft auf Hochtouren, um immer wieder neue Wirkstoffe in der Natur aufzuspüren.

Vereinzelt verwendet ANNEMARIE BÖRLIND nicht-vegane Rohstoffe, die bisher nicht ersetzt werden konnten. Hierzu zählt:

  • Bienenwachs: Dies sorgt für die geschmeidige Textur bei Mascaras und Lippenstiften.
  • Milchprotein: Dient als Botenstoff für die Zellen und unterstützt die natürliche Regeneration der Haut.
  • Schellack: Das von der Lackschildlaus produzierte Naturharz ist ein natürlicher Rotfarbstoff.
  • Wollwachs: Der Emulgator aus Wollwachs verbindet Wasser mit Öl.

So findet ihr heraus, welche Produkte vegan sind

Im Onlineshop könnt ihr die Auswahl an veganer Naturkosmetik mithilfe der Filterfunktion „Vegane Produkte“ finden. Zusätzliche Orientierung und Sicherheit bieten das Vegan-Label sowie die Übersicht der Inhaltsstoffe auf der Produktseite oder Faltschachtel.

Börlind Vegane Kosmetik

Die Zukunft ist pflanzlich

Die Entwicklung der letzten Jahre spricht für sich: Immer mehr Menschen machen sich über die Auswirkungen einer fleischlastigen Ernährung Gedanken und handeln – und zwar in allen Lebensbereichen. Dank junger Labels und bewährter Marken in der Modebranche können nachhaltige Kollektionen in Design und Funktion mittlerweile mit konventionellen mithalten. Dieser Trend ist auch in der Kosmetik zu beobachten. Hier arbeiten Hersteller ebenfalls an neuen veganen Inhaltsstoffen. Allen voran ANNEMARIE BÖRLIND. Neben botanischer Hyaluronsäure und botanischen Papyrus-Frischzellen ist der Wegfall des Eiproteins beim Herstellungsprozess des Mehrfachzuckers Xanthan ein großer Erfolg in Richtung neue, vegane Wirkstoffe. ANNEMARIE BÖRLIND hat es dadurch geschafft, das eingesetzte Xanthan gegen eine vegane Qualität auszutauschen.

Dieser Januar steht im Zeichen des Vegan-uary (Vegan + January). Probiert es doch einfach mal aus und versucht, einen Monat vegan zu leben. Ihr werdet es sehen und spüren: an der Haut, der Laune und eurem Körper.